Hunde im Haus

Jesus ändert seine Meinung. Eine Frau überzeugt ihn mit ihrem Einsatz und ihren Argumenten. So müssen Frauen auftreten! Wenn Frauen etwas erreichen wollen, dann brauchen sie Argumente und Leidenschaft. Jesus ändert seine Meinung und verliert sein Gesicht nicht. So entsteht Gerechtigkeit. Auch zwischen den Geschlechtern.

„Meine Tochter wird von einem Dämonen gequält.“ Eine Frau fleht Jesus um Hilfe an. Aber Jesus antwortet mit keinem Wort. Diese schreiende Frau ist den Jüngern peinlich. Sie geht ihnen auf die Nerven. „Stell sie zufrieden!“, bitten sie. Er: „Es ist nicht Recht, den Kindern das Brot wegzunehmen und es den Hunden hinzuwerfen.“ Meint er mit den Kindern die Israeliten? Das Volk Gottes? Die Hunde, sind das die Fremden, wie diese Frau? Das ist hart. Aber die Frau lässt sich nicht unterkriegen. „Stimmt. Denn die Hunde fressen sowieso die Brotbrocken, die vom Tisch ihrer Herren fallen.“ Jesus ist beeindruckt. Eine Frau begegnet ihm auf Augenhöhe – eine Frau, eine Fremde, eine Unperson. (Matthäus 15, 21-28)

Diese spannende Bibelarbeit mit der Lateinamerikanerin Elsa Tamez fand am Dienstagmorgen statt mit allen Teilnehmenden der Konferenz. Es war wieder eine Frau, die diese Auslegung brachte. Geschlechtergerechtigkeit ist aber kein Frauenthema. Auch von Männern wird erwartet, dass sie sich für Geschlechtergerechtigkeit einsetzen und dafür auf die Bühne gehen.

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